Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Stade

Anne Behrends

Tel.: +49 (0)4141 12 1005

Das Frauennetzwerk


Frauennetzwerk macht sich stark für Akademisierung des Hebammenberufs

Das Frauennetzwerk im Landkreis Stade solidarisiert sich mit dem Niedersächsischen Hebammenverband und unterstützt die Forderung nach einem Gesetz zur Akademisierung des Hebammenberufs in der heute tagenden Bundesratssitzung. Darüber hinaus fordert das Frauennetzwerk Kooperationsvereinbarungen zwischen den Elbekliniken Stade und Buxtehude mit der Hochschule 21, damit die Studierenden des Hebammenwesens ausreichend Praxisplätze im Landkreis Stade finden. Die Mitglieder des Netzwerks haben sich in ihrer gestrigen Sitzung intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, Referentinnen waren Veronika Bujny, 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Niedersachsen und Prof. Dr. Lea Beckmann, Leiterin des Studiengangs Hebamme DUAL der Hochschule 21.

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Positionierung des Frauennetzwerks zur Hebammversorgung
Frauennetzwerk macht sich für Hebammen stark
Jede Schwangere und Mutter hat einen gesetzlich garantierten Anspruch auf Unterstützung durch eine Hebamme. Aber viele Schwangere finden schon heute keine Hebamme mehr, die sie zum Beispiel als Beleghebamme durchgehend während der Geburt im Krankenhaus betreut. Viele Hebammen sind Monate im Voraus ausgebucht und immer mehr freiberufliche Hebammen ziehen sich zurück, weil sie die hohen Haftpflichtprämien nicht bezahlen können. Vor allem in ländlichen Regionen gibt es oft keine Hebammen mehr oder sie sind zu weit weg.

Das Frauennetzwerk im Landkreis Stade macht auf die Unterversorgung aufmerksam und möchte die Hebammen unterstützen. Die Forderungen:

  • Die Niedersächsische Landesregierung soll , wie in anderen Bundesländern, eine flächendeckende Datenerhebung zur Versorgungssituation von Schwangeren und jungen Familien in Niedersachsen in Auftrag geben.
  • Der Landkreis Stade und seine Kommunen setzen sich für eine angemessene Hebammenversorgung ein.
  • Eine Akademisierung der Hebammenausbildung entsprechend der EU-Richtlinie ist auch in Niedersachsen umgehend umzusetzen.
  • Die Umsetzung des Nationalen Gesundheitsziels „Gesundheit um die Geburt“ ist zügig erledigen und mit einem Masterplan zu untermauern.

Forderungen des Frauennetzwerks zur Genitalverstümmelung
Fachkräfte sollten wissen, wie sie gefährdete junge Mädchen schützen können

In seiner Sitzung Ende November 2017 hat sich das Frauennetzwerk im Landkreis Stade (FNW) intensiv mit der weiblichen Genitalverstümmelung beschäftigt. Referentin war Heidemarie Grobe von Terre des Femmes Hamburg. Die Referentin führte aus, dass aktuellen Angaben von UNICEF zufolge weltweit mehr als 200 Millionen Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind. Tatsächlich dürften es eher doppelt so viele sein, denn es gibt nur für wenige Länder umfassende Studien.

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25 Jahre  Jubiläumsfeier des Frauennetzwerks
Ladypower pur mit dem Saxophonquartett „sistergold“

Am vergangenen Sonntag stand das Motto „25 Jahre Frauennetzwerk im Landkreis Stade“ im Mittelpunkt einer Matinee im Kulturhaus Seminarturnhalle in Stade. Der Saal war brechend voll und die Stimmung überschäumend. Dafür sorgte das schwungvolle Quartett der vier Saxophonistinnen „sistergold“ aus dem Raum Hannover, die ihr Können mit großer Virtuosität, Kreativität und mit viel Pep unter Beweis stellten. Songs aus verschiedensten Genres des Jazz, Soul und Pop wurden dargeboten, aber auch Stepdance und diverse Entertaineinlagen, die einfach gut ankamen beim Publikum.

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25 Jahre Frauennetzwerk im Landkreis Stade  - Matinee  mit sistergold
Große Feier mit Saxophonquartett "sistergold" am 22. Oktober 2017 in Stade


Das landkreisweite Frauennetzwerk im Landkreis Stade existiert nun 25 Jahre. Zu diesem Jubiläum laden die Gleichstellungsbeauftragten alle früheren und jetzigen Frauennetzwerkmitglieder und alle interessierten Frauen zu einem launigen Benefizkonzert am 22. Oktober herzlich ein.

Wie entstand das Frauennetzwerk und was ist es heute?

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Sexuelle Gewalt gegen Frauen in allen Kriegsgebieten
Das Frauennetzwerk informierte sich mit Blick auf geflüchtete Frauen

Das Frauennetzwerk hatte im Februar 2016 aus Anlass der aktuellen Flüchtlingsentwicklung Gabriele Müller
eingeladen, um über ihre Arbeit mit traumatisierten weiblichen Kriegsopfern in Bosnien-
Herzegowina im und nach dem Balkankrieg zu berichten.

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Unterstützung der Erzieherinnen: Gute Arbeit muss gut bezahlt werden!
Forderung des landkreisweiten Frauennetzwerks im Landkreis Stade zum Tarifstreit der Erzieherinnen 

Auf seiner jüngsten Sitzung des landkreisweiten Frauennetzwerks im Stader Rathaus informierten sich die über 40 anwesenden Frauen aus Verbänden, Vereinen und Institutionen über die aktuellen Entwicklungen des Streiks der Sozial- und Erziehungsberufe und über aktuelle Bildungsprojekte. Gemeinsam repräsentieren die Mitglieder des Frauennetzwerkes über 10.000 Frauen des Landkreises Stade. Das Netzwerk ließ sich außerdem zahlreiche Projekte vorstellen, die aktuell im Landkreis Stade anliefen, um Migranten und Migrantinnen gut zu integrieren. Gerade wenn Frauen mit ihrem Einkommen ihre eigene Existenz sichern, muss auch der Lohn stimmen! So ähnlich heißt es im Leitbild des Netzwerkes, dann leistet hier das Netzwerk seit Jahren engagierte und wertvolle Arbeit“, betonte Bürgermeisterin Silvia Nieber bei ihrer Begrüßung. Sie hoffe, dass gerade Frauen mit Migrationsgeschichte und asylsuchende Familien verbesserte Hilfen in Stade und im gesamten Landkreis vorfinden.

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Die Forderung des Frauennetzwerks nach einem Prostitutionsverbot in Deutschland (2014)

Die Forderung des Frauennetzwerks nach einem Prostitutionsverbot in Deutschland (2014)

Das Frauennetzwerk im Landkreis Stade richtete im Mai 2014 die Forderung
nach einem Prostitutionsverbot in Deutschland an die Bundesregierung.

1. das Verbot der Prostitution in Deutschland, 2. die Bestrafung der Freier und nicht der Prostituierten, (es sollte eine ähnliche Gesetzgebung wie in den europäischen Nachbarländern Frankreich und Schweden gelten.) 
3. einen umfangreichen Opfer- und Zeugenschutz für aussteigewillige Prostituierte, 
4. die Bereitstellung und Finanzierung flächendeckender Ausstiegsprogramme, die den Frauen neue berufliche Perspektiven ermöglichen,
5. eine geschlechtergerechte Gesellschaft, die die Würde aller Frauen und Männer gleichermaßen wertschätzt und in der Frauen und Männer selbstbestimmt und gewaltfrei – ohne Prostitution - leben können.

Wesentliche Gründe für das Prostitutionsverbot: 

Die Prostituierten arbeiten oft unter unmenschlichen Bedingungen. Zudem sind sie schutzlos der Macht der Zuhälter und Zuhälterinnen, aber auch der Freier ausgesetzt. Wenn Frauen sich und ihren Körper als Ware kaufen und gebrauchen lassen (müssen), verletzt dies nicht nur die Würde der Prostituierten, sondern die Würde aller Frauen und Männer. Die so genannten Flatrate-Bordelle sind nur ein Beispiel für die Auswüchse der Prostitution in Deutschland und der Verletzung der Würde von Frauen und Männern. Das Frauennetzwerk sieht hierin einen Verstoß gegen Artikel 1 des Grundgesetzes, der die Würde des Menschen an erster Stelle setzt und sie für unantastbar erklärt. 
Wenn Männer den Körper der Frau zu beliebigen sexuellen Handlungen und zur eigenen Befriedigung kaufen, schreiben sie die ungleichen traditionellen Machtverhältnisse unter den Geschlechtern fort und verfestigen sie. Nach Artikel 3 des Grundgesetzes, der das Gleichstellungsgebot regelt, ist es die Pflicht des Staates, die Nachteile zwischen den Geschlechtern zu beseitigen.
Für Prostituierte, die aussteigen wollen, gibt es in Deutschland keinen ausreichenden Opfer- und Zeugenschutz. Außereuropäische Frauen haben keinen Anspruch auf Grundsicherung und werden sofort in ihre Heimatländer ausgewiesen. Dort droht ihnen die familiäre und gesellschaftliche Ausgrenzung. Dies bekanntlich auch bei Zwangsprostitution.
Prostituierte haben keine Arbeitsschutzbedingungen. Und es gibt keine kontrollierbaren Rahmenbedingungen für ihre Arbeit nach der derzeitigen Gesetzeslage. 
Die immer aggressivere Werbung für die Prostitution u.a. in Printmedien sowie Social Media wirkt sich jugendgefährdend aus, denn sie setzt auch in den Köpfen unserer Kinder und Jugendlichen ein fatales Bild vom „käuflichen Geschlecht“ fest.

 Die Gleichstellungsbeauftragten erhielten den Auftrag, dieses Votum an die hiesigen Bundestagsabgeordneten und die zuständigen Fraktionen im Bundestag, an die Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig,  an die Niedersächsische Sozialministerin, Cornelia Rundt,  zu senden - mit der Bitte um Unterstützung anlässlich der derzeitigen Novellierung des Prostitutionsgesetzes. Außerdem erhielten auch die Kreisverbände der Parteien und Wählergemeinschaften vor Ort das Schreiben des Frauennetzwerks.

Letzte Beiträge

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Das Leitbild des Frauennetzwerks im Landkreis Stade

Das Leitbild des Frauennetzwerks im Landkreis Stade

  • Mädchen und Frauen aller Kulturen und Nationen führen ihr Leben unabhängig von starren Geschlechterrollen,
    selbstbestimmt und individuell.
  • Frauen und Mädchen leben angst- und gewaltfrei.
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gesellschaftliche Realität.
  • Frauen sichern mit ihrem Einkommen ihre eigene Existenz.
  • Die Unterrepräsentanz von Frauen in Gremien der Politik, Wirtschaft und Finanzwelt
    ist abgebaut.
  • Es besteht Chancengleichheit für Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Das Frauennetzwerk

Das Frauennetzwerk im Landkreis Stade wurde 1992 von den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Stade und des Landkreises Stade gegründet. Seine Mitglieder sind über 70 Vertreterinnen von Einrichtungen, Gruppen, Vereinen, Initiativen, Parteien, Beratungsstellen, die sich 2 – 3 mal im Jahr auf Einladung der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten zu einem Austausch über aktuelle frauenpolitische Themen und Projekte zur Chancengleichheit und Frauenförderung treffen. Mit dem gemeinsam erarbeiteten Leitbild soll eine erfolgreiche und nachhaltige Frauenpolitik im Landkreis Stade gesichert werden.

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