Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Stade

Anne Behrends

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lag-Vorstand zeigt sich besorgt über "Kinderehen"
Verletzung des Selbstbestimmungsrechts in Deutschland

Der Begriff der Kinderehe trifft nach Ansicht des Vorstandes nicht den Kern der Sache, denn in der Regel werden hier minderjährige Mädchen mit erwachsenen Männern verheiratet.

"Es handelt sich also hier um eine Verletzung des Selbstbestimmungsrecht von Mädchen, die aus Sicht des lag-Vorstandes nicht geduldet werden darf", so lag-Vorstandsfrau Anne Behrends, "wir können hier in Deutschland nicht wissen, aus welchen Gründen die Ehe zustande gekommen ist." Der lag-Vorstand weist auf das 1980 von der Bundesrepublik unterzeichnete und 1985 ratifizierte "Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau" (CEDAW) hin. Der Vertragsstaat hat dafür Sorge zu tragen, dass alle geeigneten Maßnahmen, insbesondere für ein "gleiches Recht auf freie Wahl des Ehegatten sowie auf Eheschließung nur mit freier und voller Zustimmung" getroffen werden.

Darüber hinaus sieht Artikel 16 der Vereinbarung vor: "Die Verlobung und Eheschließung eines Kindes haben keine Rechtswirksamkeit; es werden alle erforderlichen Maßnahmen einschließlich gesetzgeberischer Maßnahmen ergriffen, um ein Mindestalter für die Eheschließung festzulegen und die Eintragung der Eheschließung in ein amtliches Register zur Pflicht zu machen."

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