Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Stade

Anne Behrends

Tel.: +49 (0)4141 12 1005

Aktuelles

Die verantwortliche Planungsgruppe freut sich über die Tatsache, dass sie neun Bäckereien im Landkreis Stade für dieses Motto gewinnen konnten. So werden ab dem 25. November 80.000 Tüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ gefüllt mit Brötchen ihren Weg von der Bäckertheke in die Haushalte machen. Auf der Tüte sind außerdem die hiesigen Telefonnummern der Anlaufstellen für Opfer von häuslicher Gewalt genannt. Hanne Rathjens, Leiterin des Frauenhauses des Landkreises Stade, begrüßt die Aktion: „Das ist eine gute Möglichkeit, auf die Hilfseinrichtungen bei uns im Landkreis aufmerksam zu machen. Nicht nur für betroffene Frauen, sondern auch für das soziale Umfeld. Diese Chance nutzen wir.“

Die Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Stade Karina Holst überzeugte die Händler und Händlerinnen des Stader Wochenmarkts davon, ihre Produkte am 25. November von 8 bis 13 Uhr in den Tüten mit Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ auszugeben. An dem Tag werden 10.000 Tüten in die Hände von MarktbesucherInnen gehen.

Britta Courtault, die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Lühe, konnte die  Geschäftsleute in Steinkirchen und die HändlerInnen des dortigen Wochenmarktes von der Idee überzeugen,  am Donnerstag, 10. Dezember, ihre Produkte in den entsprechenden Tüten auszugeben. Das Vorhaben in Steinkirchen steht unter dem das Motto „Steinkirchen macht mobil gegen Gewalt an Frauan!“


Die Berufsbildenden Schulen III in Stade wird sich dieser Kampagne anschließen. Schulpastor Stefan Warnecke und die Schulsozialarbeiterin Sigrid Koppelmann inspirierte die Idee „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ dazu, alle Produkte ihrer schulinternen „KostBar“ in den 16 Tagen der Kampagne in den Tüten mit dem Aufdruck auszugeben. Zudem wird das Thema häusliche Gewalt in mehreren Schulklassen behandelt.

„Auch und gerade in diesem Corona-geplagten Jahr sieht das Netzwerk Häusliche Gewalt die Notwendigkeit der öffentlichen Thematisierung der Gewalt an Frauen als besonders wichtig an“, so Andreas Woyth für den Weißen Ring Stade.  „War es in den Monaten März bis Juni während des Lockdowns ungewöhnlich ruhig, so treten jetzt die vielen Beratungsbedarfe an die Öffentlichkeit, und es zeigt sich, dass die Phase des Lockdowns in den eigenen vier Wänden keineswegs ruhig war, so Renate Winkel von der BISS-Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt Stade und Svenja Wigger, Präventionsbeauftragte der Polizei Stade.

Neun Bäckereien im Landkreis Stade haben ihr aktives Mitmachen zugesagt, darüber freut sich Anne Behrends. Die Bäckereien Dietz mit Filialen in Fredenbeck, Buxtehude und Horneburg, Der Freden-Bäcker in Fredenbeck, Mulsum und Stade, Bäckerei Richter in Himmelpforten, Stade, Düdenbüttel  und Drochtersen, Hase & Igel in Buxtehude, Bäckerei von Bargen in Horneburg, Bäckerei Pfeiffer in Buxtehude, Steinkirchen, Dollern und Jork, Annettes Backshop in Harsefeld, Backparadies Pagel in Jork und der Holzofenbäcker in Sauensiek und auf den Wochenmärkten sind dabei. Sie verteilen in der Zeit vom 25. November bis 10. Dezember ihre Produkte in Tüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“.

Lothar Kleinschmidt von der Profamilia Stade macht deutlich: „Es ist wichtig, auf das Thema häusliche Gewalt in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Denn: jede Form der Gewalt in der Paarbeziehung ist strafbar und sollte deshalb angezeigt werden.“ Wie gefährlich diese spezielle Form der Gewalt für Frauen immer wieder ist, belegen Zahlen: 2017 wurden zum Beispiel fast 150 Frauen in ganz Deutschland von ihren Partnern bzw. Ex-Partnern umgebracht.  2019 sind alleine im Landkreis Stade drei Frauen durch häusliche Gewalt ums Leben gekommen.

Diese Kampagne wird auf den Social Media-Accounts der beteiligten Institutionen begleitet. Schauen Sie gerne vorbei!

Hier das Programmheft für die Kampagne 2020 im Original

und hier finden Sie das aktualisierte Programm der Kampagne Viele der Programmänderungen sind der Corona-Pandemie geschuldet, weil zum Beispiel Veranstaltungen mit vielen Personen derzeit nicht stattfinden dürfen. Uns ist bewusst, dass das Programm in dieser Form schlecht lesbar ist. Wir bemühen uns gerade darum, dieses aktualisierte Programm noch besser lesbar für Sie zu gestalten. Das wird sehr wahrscheinlich erst ab dem 24. November der Fall sein!

Hier der Artikel im Stader Tageblatt vom 23.11.2020

 

 

 

Archiv Beiträge

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.