Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Stade

Anne Behrends

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Aktuelles

Forderung: „Humane Seenotrettung nicht aufgeben!“
Demo zur Unterstützung der Kapitänin Carola Rackete in Italien

Carola Rackete, die junge Kapitänin der „Sea Watch 3“ ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Viele Menschen haben sich für sie eingesetzt. Aber mit ihrer Freilassung ist das Problem der Seenotrettung im Mittelmeer noch längst nicht gelöst, schon gar nicht die Situation der Flüchtlinge geklärt.

Am Samstag, 6.Juli, um 10 Uhr rufen Frauen aus Stader Kirchengemeinden zur Teilnahme an einer Demonstration auf, die genau darauf aufmerksam machen will: Mit Carola Racketes Freilassung ist noch längst nicht alles in Ordnung!

„Als Kirchen erwarten wir von der Bundesregierung genau wie von den anderen Regierungen Europas, dass sie jetzt sofort Lösungen finden,“ so formulierte es der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm bereits wenige Tage vor dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund (19.-23.Juni) und fügte hinzu: „ Es kann nicht sein, dass Europa tatenlos zuschaut, wie Menschen im Mittelmeer ertrinken und dann noch jene, die als einzige überhaupt noch Leben retten, kriminalisiert werden.“

Susanne von Hennig, Kirchenvorstandsvorsitzende der Markus Kirchengemeinde in Stade gehört zu den Initiatorinnen der Demonstration und meint: „ Als Christinnen sind wir froh, dass unsere Kirche hier so klar Stellung bezieht und hoffen, dass sich viele Menschen dem anschließen können – jenseits von Kirchenzugehörigkeit. Darum laden wir ein: Nehmt an der Demonstration teil und zieht dazu eine einfache Rettungsweste an!“ Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Wilhadikirche auf dem Rasen. Von dort bewegt sich der Zug durch die Hökerstraße zum Fischmarkt, über Kehdinger Mühren zurück bis zur Cosmaekirche. Gegen 11 Uhr ist die Veranstaltung zu Ende.

„Natürlich wissen wir, dass es keine einfachen Lösungen in dieser Frage der Flüchtlinge gibt, und dass reiner Aktionismus nicht hilft,“ erklärt Susanne Decker-Michalek, Diakonin und Mitinitiatorin der Demonstration. „Gerade deshalb ist es so wichtig, sich zu solidarisieren, gemeinsam nachzudenken und zu diskutieren, damit wir uns einmischen und Politik aktiv mitgestalten können. Denn es geht darum, die Suche nach einem gerechten Frieden für alle wach zu halten.“

 

    

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